MaschinenbauAbwärmenutzung bei der Pumpenprüfung  

 Ausgangssituation

Das 2003 durch Friedhelm Beckmann-Fleige gegründete Unternehmen zog 2011 an den jetzigen Standort. Das Betriebsgebäude wurde auf der „grünen Wiese“ errichtet und aufgrund der positiven Auftragsentwicklung auch schon erweitert.

Leistungsschwerpunkte sind die Projektierung und Fertigung von Hydraulik-Aggregaten und -Steuerungen bis hin zur Erstellung kompletter elektrohydraulischer Systemlösungen. Die Installation und Inbetriebnahme der Technik vor Ort sind ebenfalls Bestandteile der Unternehmenstätigkeit.

Weitere Unternehmensbereiche sind die Reparatur und Wartung von Mobil- und Stationär-Hydraulikanlagen sowie die Instandsetzung von Hydraulikkomponenten.

Der Maschinenbauer nutzte im Rahmen der Ressourceneffizienzberatung der EFA eine Energieberatung Mittelstand des BAFA, um mithilfe einer detaillierten Prozessenergieanalyse Potenziale zu identifizieren.

 Massnahmen und Vorteile

Die größten Einsparungen resultieren aus der Nutzung der Abwärme aus einem Pumpenprüfstand. Dessen Dieselmotor mit einer Nennleistung von 400 kW treibt mechanisch über ein Getriebe Hydraulikpumpen zur Volumenstromerzeugung an. Der Prüfdruck wird durch eine proportional einstellbare Drucksteuerung erzeugt.

Abwärme resultiert aus der Motorkühlung, dem gezielten Abkühlen der Abgase sowie der Druckentlastungswärme beim Prüfvorgang. In Summe beträgt die nutzbare Abwärmeleistung rund 200 kW. Für eine direkte Nutzung der Raumlufterwärmung des Betriebes ist diese Leistung zu groß, da die Gebäudeheizlast lediglich etwa 70 kW beträgt. Deshalb wird die Abwärme dem wassergeführten Heizungssystem über Pufferspeicher zugeführt.

Der etwa einstündige Prüfprozess wird wöchentlich etwa fünfmal durchgeführt, wobei Vorlauftemperaturen zwischen 60 bis 85 ?C erzielt werden. Die dabei bereitgestellte Energiemenge für Raumwärme und Warmwasser beläuft sich auf 1.000 kWh, pro Jahr entspricht dies 50.000 kWh. Da im Sommer keine Raumwärme abgenommen wird, liegt die effektiv genutzte jährliche Abwärmemenge bei 38.800 kWh.

Für die Speicherung der Abwärme sind bei einer Pufferspeichertemperaturdifferenz von 40 Kelvin 6.000 l Puffervolumen notwendig. Da bereits je 300 l für Heizung und Warmwasser vorhanden waren und das Speichervolumen der Leitungen zur Heizzentrale und den Wärmeübergabepunkten genutzt werden kann, musste lediglich ein zusätzliches Speichervolumen von 5.000 l ausgeführt werden. Die Aufstellung der Zusatzspeicher erfolgte direkt beim Pumpenprüfstand in der Produktionshalle.

Einsparungen im Überblick  
Energie (Erdgas) 38.800 kWh/a
CO2-Äquivalente 8,8 t/a

 

®PIUS-Finanzierung und Ressourceneffizienz-Beratung der EFA weisen den Weg.

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Das Unternehmen



Adresse
Beckmann-Fleige Hydraulik GmbH & Co. KG
Niggenkamp 4
59368 Werne
Internet
www.bf-hydraulik.com
Gründung
2003
Unternehmensgegenstand
Projektierung und Fertigung von Hydraulik-Aggregaten, -Steuerungen und -Zylindern
Mitarbeiter
40

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 Der Weg zur Finanzierung

Die Beckmann-Fleige Hydraulik GmbH & Co. KG nutzte im Vorfeld der Umsetzung die Finanzierungsberatung der EFA. Nach eingehender Prüfung der geplanten Maßnahmen erstellte das Planungsbüro Entech im Auftrag des Unternehmens und mit Unterstützung der EFA eine Projektskizze für das KfW-Energieeffizienzprogramm „Abwärme“. Beckmann-Fleige Hydraulik erhielt einen Tilgungszuschuss für die Wärmerückgewinnungseinrichtungen des Prüfstandes. Der Projektabschluss erfolgte zum Jahresbeginn 2021.

Die Projektpartner

 

Friedhelm Beckmann-Fleige

Beckmann-Fleige Hydraulik GmbH & Co. KG

+49 2389 / 95 39 60 0

info@remove-this.bf-hydraulik.com 

 

 

Marcus Lodde

Effizienz-Agentur NRW

+49 203 / 378 79 58

lod@remove-this.efanrw.de

 

 

Andreas Deppe

Planungsbüro ENTECH

+49 251 / 96 19 96 70

a.deppe@remove-this.entech-deppe.de 

 

 

Eckart Grundmann

Effizienz-Agentur NRW

+49 251 / 48 44 96 43

egr@efanrw.de