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 LebensmittelInnovative Membrantechnik senkt
Frischwasserbedarf und Abwasseraufkommen 

Bei der Reinigung der Transportbehälter fallen allergene Rückstände an. Foto: Zentis

 Ausgangssituation

ZENTIS ist einer der führenden fruchtverarbeitenden Betriebe in Deutschland und Europa. Täglich werden 600 Tonnen Rohware zu Konfitüren, Gelees und Fruchtzubereitungen verarbeitet. Die regelmäßige Reinigung der Produktionsanlagen und Transportbehälter erfüllt höchste hygienische Standards.

Häufige Produktwechsel und eine Erweiterung der Produktion ließen den Frischwasserverbrauch für die Reinigung im Unternehmen stetig steigen.

Eine Wiederaufbereitung des Reinigungswassers war mit bestehenden Verfahren nicht möglich, da das Medium mit allergenen Rückständen von Nüssen, Gluten und Ei belastet war. ZENTIS musste deshalb einen Großteil des Wassers unbehandelt in das Abwassernetz einspeisen.

Um den Frischwasserbedarf, die Abwassermenge und somit die Kosten zu senken, setzte das Unternehmen auf die Entwicklung eines innovativen Membranverfahrens, um einen Teil des Reinigungswassers wieder aufzubereiten.

 Massnahmen und Vorteile

In Zusammenarbeit mit dem Gladbecker Membranhersteller atech innovations GmbH und dem Institut für Produktqualität in Berlin entwickelte ZENTIS eine Lösung, um auch Allergien auslösende Eiweiße mit einem Membranverfahren abzuscheiden. Grundlage dafür waren aufwendige Filtrationsversuche, um die notwendige Porengröße der Membran zu ermitteln.

Bei der heute im Betrieb eingesetzten Ultrafiltration wird das wässrige Medium an Keramikmembranen vorbeigeleitet. Die hochporöse Keramikstruktur dient hierbei als Trägermaterial für eine sehr dünne Membran, welche sich durch eine hohe Wasserdurchlässigkeit auszeichnet. Dadurch können die Allergene vollständig aus dem Prozesswasser gefiltert werden. Das dabei gewonnene hochqualitative Wasser – das sogenannte Permeat – wird wieder zur Vorreinigung genutzt.

Das erstmals in der Branche eingesetzte Verfahren zahlt sich für das Aachener Unternehmen aus: Die Rückführung des aufbereiteten Prozesswassers in die Vorstufe des Reinigungsprozesses senkt den Frischwasserbedarf und die Abwassermenge um 52.000 Kubikmeter pro Jahr.

Darüber hinaus muss das gewonnene Prozesswasser im Gegensatz zu Frischwasser für den Reinigungsprozess nicht mehr aufgeheizt werden.

Ressourceneffekte  
Frisch- und Abwasserreduzierung ca. 52.000 m³/a

 Der Weg zur Finanzierung

Die Effizienz-Agentur NRW unterstützte ZENTIS bei der Umsetzung des Projekts mit der PIUS-Finanzierung. Das Unternehmen beantragte auf Basis der Beratung eine Förderung aus dem Investitionsprogramm Abwasser NRW, Förderbereich 1.1, Innovativer PIUS bei der NRW.Bank. Die EFA begleitete ZENTIS auch während der Antragsphase und Abwicklung. Zur Durchführung des Vorhabens wurde schließlich ein Zuschuss in Höhe von 125.000 Euro bewilligt.

 

®PIUS-Finanzierung
der EFA weist den Weg

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Das Unternehmen



Adresse
Zentis GmbH & Co. KG
Jülicher Str. 177
52070 Aachen
Internet
www.zentis.de
Gründung
1893
Unternehmensgegenstand
Herstellung von Brotaufstrichen, Süßwaren und Fruchtzubereitungen
Mitarbeiter
1200

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Die Projektpartner

 

Jürgen Born

Zentis GmbH & Co. KG

+49 241 / 4760 8102

Juergen.Born@remove-this.Zentis.de  

 

 

Ilona Dierschke

Effizienz-Agentur NRW

+49 203 / 378 79 - 49

ild@efanrw.de 

 

 

Erich Koßin

Saller GmbH

+49 2043 / 9434-31

kossin@remove-this.atech-innovation.com