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 OberflächenveredelungInnovative, umweltgerechte
Chrom-III-Kunststoffgalvanik 

Blick über die Kunststoffgalvanik-Anlage. Foto: BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG
Blick über die Kunststoffgalvanik-Anlage.

 Die Potenziale und Maßnahmen

Die BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH bietet hochwertige, integrative und wirtschaftliche Lösungen rund um den Spritzguss und die Galvanisierung von Kunststoffteilen an. Hauptabnehmer ist die Automobilindustrie mit einem Umsatzanteil von 90 Prozent. Das Unternehmen bietet den kompletten Prozess aus einer Hand an: Konstruktion, Werkzeugbau, Spritzguss, Galvanik, Prüfung und auf Kundenwunsch Montage.

Kernkompetenz ist die Galvanisierung der Kunststoffteile, wobei die Verchromung bis 2007 aus konventionellen, chrom-VI-haltigen Elektrolyten erfolgte. Zum Ausbau der eigenen Wettbewerbsposition im Zuliefermarkt wurde eine völlig neue Galvanoanlage zur Beschichtung von Ein- und Mehrkomponenten-Kunststoffen mit Chrom-III-wertigen Chromelektrolyten errichtet. Darüber hinaus setzte das Unternehmen Maßnahmen um, die die Effizienz des Gesamtprozesses nachhaltig verbesserten.

Bauteile während des Spülprozesses. Foto: BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG
Bauteile während des Spülprozesses.

 Die Vorteile

Größere Lose von Chrom-III-galvanisierten Bauteilen wurden hergestellt und durchliefen bei verschiedenen Automobilherstellern intensive Eignungstests. Darüber hinaus konnte BIA die Effizienz des gesamten Beschichtungsverfahrens einschließlich der Vorbehandlung steigern. Beim „Kontinuierlichen Mattnickelverfahren“ brachte die Substitution des ressourcenintensiven Batch-Verfahrens durch eine kontinuierliche Regeneration der Elektrolyte deutliche Einsparungen an Rohstoffen und Energie.

Die flexibel eingerichtete Vorbehandlung ermöglicht die simultane Fertigung und Beschichtung von Mehr- Komponenten-Kunststoffteilen. Dadurch kommt es zur Einsparung von kompletten Arbeitsschritten in vor- (Spritzguss) und nachgelagerten (Montage) Prozessen. Die neue Galvaniklinie erfüllt als Gesamtsystem die hohen Anforderungen der Automobilindustrie. BIA erwartet von dem umweltfreundlichen Herstellverfahren auch Design- und Wachstumsimpulse. Außerhalb des Rahmens des geförderten Projektes wurde an der Substitution der bisher eingesetzten perfluorierten Tenside (PFOS) gearbeitet. Heute benötigt der Betrieb sowohl in den Beizbädern als auch beim Chrom-VI-Elektrolyten keine PFOS-Verbindungen mehr. Das Unternehmen investierte ca. 4,5 Mio. Euro in die Maßnahmen und senkte dadurch u. a. seinen Kohlendioxid- Ausstoß um ca. 386 Tonnen pro Jahr.

Ressourceneinsparungen im Überblick
Materialart Einsparmenge
Energie (Erdgas) 470 MWh/a
CO2-Minderung 386 t/a
Wasser 5.000 m³/a
Nickel 3,3 t/a
Nickelsulfat 35,65 t/a
PFOS-haltige Tenside 500 kg/a
Kalkmilch (Fällungsmittel) 45,5 t/a
Galvanikschlamm 52,3 t/a

 Der Weg zur Finanzierung

Die EFA führte im Februar 2006 auf Wunsch der begleitenden Hausbank im Vorfeld der Umsetzung eine PIUS-Finanzierungsberatung durch. BIA beantragte daraufhin eine Förderung aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Mit diesem Programm wird der erstmalige großtechnische Einsatz innovativer und ressourceneffizienter Technologie gefördert. Die EFA hat das Unternehmen während der Antragsphase begleitet. Das Vorhaben wurde mit einem Zuschuss in Höhe von ca. 1,1 Mio. Euro aus dem BMUUmweltinnovationsprogramm unterstützt. Nach der Bewilligung des Vorhabens durch die KfW im September 2006 begleitete die EFA das Unternehmen bei der Erstellung des Verwendungsnachweises bzw. des Abschlussberichtes.

 

® PIUS-Finanzierung der EFA
weist den Weg

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Das Unternehmen



Adresse
BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG
Untengönrather Straße 73
42655 Solingen
Internet
www.bia-kunststoff.de
Gründung
1996
Unternehmensgegenstand
Spritzguss und Galvanik
Mitarbeiter
700

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Die Projektpartner

 

Jörg Püttbach

BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co KG

+49 212 / 2 23 30 - 125

joerg.puettbach@remove-this.bia-kunststoff.de

 

 

Marcus Lodde

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lod@remove-this.efanrw.de

 

 

Ulrich Gutgar

BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co KG

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Andreas Kunsleben

Effizienz-Agentur NRW

 

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